Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist eine ganzheitliche Form der Körperarbeit. Es entspannt, belebt und kräftigt Körper, Geist und Seele.
Der Atem vertieft sich, Ausgeglichenheit, Kreativität und Gesundheit werden gefördert. Meditation wird in sehr vielen Variationen bei jeder Übungsreihe als energetisch notwendiger Ausgleich zu den Körperübungen und als Fortsetzung auf anderer Ebene benutzt. Es unterstützt die körperliche und seelische Eigenwahrnehmung.

Ein achtsamer Umgang mit den eigenen Möglichkeiten und Grenzen ist Teil des Übens. Deshalb eignet es sich für jeden, unabhängig von Alter oder körperlicher Fitness.

Eine typische Yogastunde besteht aus Einstimmung, Übungsreihe, Tiefenentspannung und Meditation.

Yogi Bhajan brachte Ende der 1960er Jahre diese Form des Yogas in den Westen. Er hat die Menschen ermutigt, durch Selbtwahrnehmung ihren Selbstwert zu festigen und ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben zu führen -immer in Verbindung mit dem Großen Ganzen. Das schätze ich sehr an seiner Lehre.

Bestechend ist auch die Alltagstauglichkeit der Übungen, die oft einfach und doch sehr effektiv sind. Probier's doch mal aus, z.B. den Eine-Minuten-Atem. Dies ist eine Atemmeditation, die sehr ruhig und ausgeglichen macht und zentriert:

Sitzposition: Richte deine Wirbelsäule auf. Wenn du auf dem Stuhl sitzt, stell deine Fußsohlen ganz auf, die Fußgelenke sind dabei unter den Knien. Lass deine Schultern entspannt sinken. Zieh dein Kinn sanft an ohne den Kopf dabei zu neigen. Lege deine Hände auf die Knie und schließe deine Augen.

Atemführung: atme in drei gleich langen Atemschritten: atme ein, halte den Atem eingeatmet an, atme aus. Die Länge der Atemschritte kannst du mit etwas Übung auf jeweils 20 Sekunden verlängern. Dann kommst du bei drei Atemschritten à 20 Sekunden auf einmal atmen pro Minute. Am Anfang kannst du z.B. erstmal jeweils bis 10 zählen und die Atemschritte dann proportional zueinander immer mehr ausweiten.

Übungsdauer: 3- 11 Minuten.